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Energiespeicher – Forschung für die Energiewende

Mit dem stetig wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien in der Energieversorgung werden Energiespeicher für Strom und Wärme immer bedeutsamer. Wird der Strom vor der Speicherung umgewandelt, zum Beispiel in Wasserstoff oder andere chemische Energieträger, besteht neben der Wiederverstromung überdies die Möglichkeit zur Nutzung der Energie in anderen energiewirtschaftlichen Sektoren und damit zur dringend benötigten Kopplung der verschiedenen Sektoren.

Bisher haben jedoch erst wenige Speichertechnologien die notwendige technische Reife zu wettbewerbsfähigen Kosten erreicht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben den Forschungs- und Entwicklungsbedarf auf dem Gebiet der Energiespeicher erkannt und entwickeln maßgeschneiderte Förderaktivitäten innerhalb des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Mit der Förderinitiative Energiespeicher unterstützen die beiden Ministerien seit 2011 Innovationen für eine sehr große Bandbreite an Speichertechnologien. Doch die Entwicklung geht weiter: Auch über die Förderinitiative Energiespeicher hinaus greifen BMWi und BMBF neue Speicherthemen auf und führen die begonnenen technologischen Entwicklungen weiter fort.

  • SmartPowerFlow

    Forscher integrieren erstmals eine Redox-Flow-Großbatterie in ein Stromnetz. mehr

  • Offene Sorptionsprozesse

    Eine Nachwuchsgruppe entwickelt ein neues Sorbens, um Energie länger speichern zu können. mehr

  • Neues Pumpspeicherkonzept

    Ein neu entwickelter Hohlkugelspeicher für den Meeresboden soll bis zu 20 MWh Strom speichern können. mehr

News | 28.10.2016
Alternative zum Netzausbau

Großbatterien stabilisieren lokale Stromnetze

Großbatterien sind eine wirtschaftliche Alternative zum Netzausbau auf lokaler Ebene. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Projektes SmartPowerFlow des Reiner Lemoine Instituts. Mithilfe eines eigens entwickelten Batterieprototyps ermittelten sie dabei ein Betriebsmodell mit größtmöglichem Gewinn. ...

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News | 20.9.2016
Netzstabilisierung

Forschen am Batteriegroßspeicher

Am 9. September 2016  ging in Aachen der der modulare Batteriegroßspeicher M5BAT in Betrieb. Er ist mit einer Leistung von fünf Megawatt und einer Speicherkapazität von fünf Megawattstunden der größte Batteriespeicher in der Forschung. Wissenschaftler der RWTH Aachen erproben gemeinsam mit Industriepartnern das Zusammenspiel fünf unterschiedlicher Batterietypen und entwickeln im realen Netzbetrieb Geschäftsmodelle für dezentrale Speicher.

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News | 25.7.2016
Thermochemischer Speicher

Booster für Metallhydride

Wenn sich Metalle mit Wasserstoff zu Metallhydriden verbinden, lagern sich große Mengen Wasserstoff auf engem Raum im Metallgitter ein. Diese reversible Reaktion findet unter geringem Druck statt und setzt Wärme frei. Metallhydride eignen sich daher sowohl als Wasserstoffspeicher als auch für die thermochemische Wärmespeicherung. Bisheriger Nachteil: Die schlechte Wärmeleitung der Hydride begrenzt die Be- und Entladegeschwindigkeit deutlich. ...

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News | 14.7.2016
Workshop zu Phasenwechselmaterialien

Herausforderung bei der Verkapselung

Phasenwechselmaterialien (PCM) sind für thermische Energiespeicher eine Zukunftstechnologie mit hohem Potenzial. Anfang Juli trafen sich Experten aus Forschung, Lehre und Unternehmen und diskutierten über die Herausforderungen der PCM-Technologie. Denn alle Forscher haben ein ähnliches Problem: die Verkapselung. ...

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News | 7.7.2016
Akkumulatoren

Schallwellen verkürzen die Ladezeit

Insbesondere bei Elektrofahrzeugen spielt die Ladezeit der Akkumulatoren eine entscheidende Rolle. Transportvorgänge in der Grenzschicht zwischen Elektrode und Elektrolyt zählen zu den begrenzenden Faktoren für die Ladegeschwindigkeit. In dem vierjährigen Forschungsprojekt BELAKUSTIK untersuchten Wissenschaftler, inwieweit sich der Ladungstransport durch hochfrequente Schallwellen beschleunigen lässt. ...

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News | 4.7.2016
Die Stadt als Speicher

Herten speichert Energie virtuell

Wie lässt sich das vielfach vorhandene Speicherpotenzial städtischer Regionen besser nutzen? Dieser Fragen gehen Wissenschaftler innerhalb des Forschungsprojektes „Die Stadt als Speicher“ nach. Die Forscher koppeln dazu verschiedene Strom- und Wärmeversorger miteinander. Diese bilden die Basis des sogenannten virtuellen Energiespeichers. Dazu startete jetzt der Feldtest im nordrhein-westfälischen Herten. ...

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News | 27.6.2016
Saisonaler Warmwasserspeicher für Gebäude

Speicher können draußen bleiben

Warmwasserspeicher werden in Wohnhäusern meist für die Trinkwassererwärmung und als Pufferspeicher für die Heizung eingesetzt. Große Speicher, die solare Wärme über Monate speichern können, nehmen innerhalb des Gebäudes viel Platz in Anspruch. Forscher verfolgten daher einen neuen Ansatz: Sie entwarfen einen Warmwasserspeicher, der außen aufgestellt wird. Dank einer neuartigen Wärmedämmung und speziellen Be- und Entladeeinrichtungen ist er besonders effizient. .

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Interview | 4.4.2016
Professor Dr. Ulrich Wagner im Interview

„Power-to-heat und thermische Speicher sind top-interessant“

In der Studie Merit Order untersuchten Forscher, wie eine wirtschaftliche Systeminfrastruktur für die zuverlässige Energieversorgung bis 2030 aussehen kann. Professor Dr. Ulrich Wagner, wissenschaftlicher Leiter bei der Forschungsstelle für Energiewirtschaft, erläutert im Interview, welche Rolle funktionale Energiespeicher spielen und welche Speicheroptionen sich wann am besten eignen. ...

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News | 1.3.2016
Langzeitwärmespeicher

Erkundungsbohrung im tiefen Untergrund

Gestern startete das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ mit einer Forschungsbohrung auf dem Campus der Technischen Universität Berlin in Charlottenburg. Die gewonnenen Daten sollen klären, ob Berlins Untergrund sich als Wärme- und Kältespeicher eignet. Umfangreiche Bohrlochmessungen und Tests im Labor begleiten die Untersuchung. ...

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News | 20.1.2016
PEM-Elektrolyse

Prototyp läuft seit 1.000 Stunden

Wasserstoff wird in Zukunft für die Energieversorgung immer wichtiger, denn durch ihn lassen sich regenerativ gewonnene Energiemengen auch über längere Zeiträume speichern. Im Projekt Ekolyser entwickeln Wissenschaftler mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie Methoden für die Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse von Wasser. In einer neuen Testanlage erprobten sie robustere und kostengünstige Werkstoffe. Der Prototyp hat nun seine vorgesehene Laufzeit von 1.000 Stunden erreicht. ...

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Gefördert durch die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Termine

13. Dezember 2016
Anwenderseminar zu stationären Batteriespeichern

14. Dezember 2016
Saubere Mobilität mit Wasserstoff- und Brennstoffzelle

16. Januar 2017
World Future Energy Summit 2017

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