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News | 16.1.2014
Forschungsprojekt „PV-Nutzen“

Private Solarstromspeicher können Netz entlasten

Im Forschungsprojekt „PV-Nutzen“ wird untersucht, welche Anreize notwendig sind, damit Anlagenbetreiber ihre Speicher so betreiben, dass sie dem Energiesystem und dem Netz dienen.
© Ralf Puffer, IFHT

Das Angebot an Batteriespeichern für Photovoltaik-Anlagen wächst dynamisch. Doch welchen Nutzen diese Speicher für Solaranlagen-Betreiber und das ganze Energiesystem haben, diskutierten Solar- und Speicherexperten im Dezember 2013 in Frankfurt am Main. Ihr Fazit: Dezentrale Solarstromspeicher in privaten Haushalten könnten auf absehbare Zeit eines der wenigen funktionierenden Geschäftsmodelle für stationäre Batteriespeicher sein.

„Mit dem Projekt PV-Nutzen untersuchen wir erstmals ganzheitlich, welchen Nutzen das Speichern von Solarstrom haben kann – betriebswirtschaftlich für den Anlagenbetreiber, aber auch für die Netze, die Volkswirtschaft, die Umwelt und das ganze Energiesystem“, so Professor Bernd Hirschl vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). „Da die Preise für Batteriesysteme sinken, wird es für kommerzielle Speicher immer schwieriger, auf Basis kurzfristiger Verträge Systemdienstleistungen für die Stromnetze anzubieten. Dezentrale Speicher in privaten Haushalten haben dagegen durch den Ertrag, der sich aus der Eigennutzung von Photovoltaikstrom ergibt, ein stabiles Erlösmodell bei zugleich deutlich geringeren Kapitalkosten. Sie dürften sich schon bald auch ohne Förderung lohnen“, ergänzt Professor Dirk Uwe Sauer, Speicherexperte am Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA) und Leiter des Forschungsprojektes.

Solarstromspeicher netzdienlich nutzen
Im Idealfall tragen dezentrale Solarstromspeicher nicht nur dazu bei, dass möglichst viel des selbst erzeugten Stroms zu Hause verbraucht werden kann und damit auch weniger Strom über das EEG vergütet werden muss. „Zusätzlich können die Speicher auch die Stromnetze entlasten und dadurch den künftig erforderlichen Netzausbau begrenzen“, beschreibt Dr. Ralf Puffer vom Institut für Hochspannungstechnik (IFHT). Wie das gelingen kann, diskutierten die Experten anhand der möglichen Netzrückwirkungen von Photovoltaikanlagen und Speichern sowie deren Auswirkungen auf die Netzausbaukosten. Zentraler Schlüssel seien dabei sogenannte „netzdienliche Betriebsstrategien“, die jedoch mit dem Interesse der Anlagenbetreiber, ihren Eigenverbrauch zu maximieren, kollidieren können. „Welche Anreize allerdings notwendig sind, damit Anlagenbetreiber ihre Speicher auch so betreiben, dass sie dem Energiesystem und dem Netz dienen, ist jedoch noch unklar und wird derzeit von uns untersucht“, fügt Sauer hinzu.

Das Projekt „PV-Nutzen“ wird bis Mai 2015 gefördert. Weiterführende Informationen bietet die Projektvisitenkarte und die Projekt- Webseite PV-Nutzen dokumentiert.

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