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News | 25.7.2013
Geowissenschaftliche Grundlagen

Speicherpotenziale unterirdisch vermessen

Im Projekt ANGUS+ gehen Wissenschaftler der Frage nach, welches Potenzial unterirdische Speicher haben. Dazu wollen die Forscher die Schutzgebiete für Grundwasser, Flora und Fauna in Einklang mit einer möglichen Nutzung des Untergrunds bringen.
© Sebastian Bauer

Welches Potenzial haben unterirdische Energiespeicher? Dieser Frage gehen Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nach und untersuchen im Verbundprojekt ANGUS+ die geowissenschaftlichen Grundlagen für unterirdische Speicher. Der Fokus liegt dabei auf der Speicherung von Erdgas, Wasserstoff und Druckluft in Kavernenspeichern, Porenspeichern sowie der Speicherung von Wärme im oberflächennahen Untergrund.

Ein stärkerer Netzausbau und der Einsatz von Energiespeichern sind notwendig, um mit Energieüberschuss, zum Beispiel aus Solaranlagen oder Windparks, sinnvoll nutzen zu können. „Unterirdischen Energiespeichern wird dabei aufgrund der potenziell großen Speicherkapazitäten und der Nähe zu Energie produzierenden Unternehmen eine große Rolle zugeschrieben“, erklärt der Verbundkoordinator Professor Sebastian Bauer von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

ANGUS+ steht für „Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrunds als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher im Kontext der Energiewende“. In einem ersten Schritt werden am Computer Szenarien festgelegt, die als Berechnungsgrundlage dienen. Mithilfe experimenteller Arbeiten vor Ort sollen dann thermische Bodeneigenschaften erkundet sowie ein geochemisches Verständnis des Bodens erworben werden. Vergangene Woche (17. Juni 2013) stellten die Wissenschaftler ANGUS+ der Öffentlichkeit vor.

Um das Speicherpotenzial in schleswig-holsteinischen Böden ausloten zu können, wollen die Forscher die geowissenschaftlichen Grundlagen für unterirdische Speicher erforschen. „Dabei konzentrieren wir unsere Untersuchungen auf die Speicherung von natürlichem und künstlichem Erdgas, Wasserstoff und Druckluft in Kavernenspeichern und Porenspeichern sowie die Speicherung von Wärme im oberflächennahen Untergrund“, erklärt Bauer. Mögliche Auswirkungen dieser Optionen sollen außerdem mit der an der Erdoberfläche bestehenden Infrastruktur und den ausgewiesenen Schutz- und Vorranggebieten verknüpft werden.
Für die weitere Aufbereitung vorhandener Daten in Verbindung mit den Informationen über die Nutzung der jeweiligen Oberfläche wollen nun die Expertinnen und Experten im Projekt ANGUS+ sorgen.

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