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News | 30.6.2013
Dezentraler Speicher

Strom in der Cloud speichern

Blick ins Innere einer Ortsnetzstation: EWE will an dieser Stelle einen Speicher installieren, auf den man aus der Energy Storage Cloud zugreifen kann.
© EWE, Ralf Conrads
Dies sind die möglichen Akteure in der Energiespeicher-Wolke.
© green2store
Arbeitsteilung: Die Partner übernehmen verschiedene Stationen im green2store-Projekt.
© green2store

Wie lassen sich Speicher optimal betreiben? Wie kann die Einbindung

regenerativer Energien in das Versorgungsnetz unterstützt werden? Diesen

Fragen geht das Projekt „green2store” auf den Grund. Ziel ist es,

dezentrale Speicher in einer virtuellen Wolke, der Cloud, zu vereinen

und die Speicher zugänglich zu machen.

Cloud-Computing, das Speichern von Daten in der Wolke, ist in der Computerwelt inzwischen Gegenwart. Ein Konsortium aus Energie- sowie IT- und Kommunikationstechnikern adaptiert jetzt dieses Prinzip auf die Energiewelt. Mit dem Forschungsprojekt „green2store” entwickelt und erprobt der Verbundkoordinator EWE gemeinsam mit Partnern in den nächsten vier Jahren eine sogenannte Energy Storage Cloud. Dezentral verteilte Speicherkapazitäten unterschiedlichster Betreiber werden zusammengefasst, zentral verwaltet und schließlich verschiedenen Akteuren der Energiewirtschaft zur Verfügung gestellt.

Die Energiespeicher-Wolke im Feldtest

„Die Idee ist, sich in der Energy Storage Cloud – ebenso wie in einer IT-Cloud – anzumelden, und bei Bedarf auf einen Speicher zuzugreifen“, beschreibt Dr. Magnus Pielke, Projektleiter von EWE, die Cloud. Mehrere verteilte Speicher werden zu einem virtuellen Großspeicher in der Cloud zusammengefasst. So können Speicherkapazitäten wesentlich effektiver und von verschiedenen Akteuren gleichzeitig genutzt werden – und das unabhängig vom Standort der einzelnen Speicher. „Ein Hausbesitzer könnte beispielsweise seine Photovoltaik-Anlage in der Cloud als Speicher anmelden“, sagt Pielke.
Diese Speicher werden vorab mit einer sogenannten Cloudbox mit der Informations- und Kommunikationstechnik verbunden. In einem überregionalen Feldtest sollen 13 ausgewählte Batteriespeicher in Oldenburg, Stuttgart und im Landkreis Heilbronn zu einem virtuellen Großspeicher verbunden werden. Danach werden die Kommunikation und die Steuerung erprobt. Die gebündelte Nutzung soll eine wesentlich höhere Auslastung der Speicher ermöglichen.

Vernetzungstreffen der Förderinitiative Energiespeicher

Das Forschungsprojekt „green2store“ läuft über vier Jahre und hat ein Gesamtvolumen von über neun Millionen Euro. Es ist Teil des Leuchtturms „Batterien in Verteilnetzen“ der Förderinitiative. Beim ersten Vernetzungstreffen der Förderinitiative im Januar 2013 in Bonn wurde unter anderem das Projekt „green2store“ vorgestellt. Schwerpunkt der Veranstaltung waren die sogenannten Leuchtturmprojekte der Speicherforschung „Wind-Wasserstoff-Kopplung“ und „Batterien in Verteilnetzen“. Dabei war das wichtigste Ziel die Vernetzung der Akteure, um Innovationen in der Speicherforschung und deren Umsetzung in die Praxis zu beschleunigen.

Gefördert durch die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

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