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Ein stärkerer Netzausbau und der Einsatz von Energiespeichern sind notwendig, um mit Energieüberschuss, zum Beispiel aus Solaranlagen oder Windparks, sinnvoll nutzen zu können. „Unterirdischen Energiespeichern wird dabei aufgrund der potenziell großen Speicherkapazitäten und der Nähe zu Energie produzierenden Unternehmen eine große Rolle zugeschrieben“, erklärt der Verbundkoordinator Professor Sebastian Bauer von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

ANGUS+ steht für „Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrunds als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher im Kontext der Energiewende“. In einem ersten Schritt werden am Computer Szenarien festgelegt, die als Berechnungsgrundlage dienen. Mithilfe experimenteller Arbeiten vor Ort sollen dann thermische Bodeneigenschaften erkundet sowie ein geochemisches Verständnis des Bodens erworben werden. Vergangene Woche (17. Juni 2013) stellten die Wissenschaftler ANGUS+ der Öffentlichkeit vor.

Um das Speicherpotenzial in schleswig-holsteinischen Böden ausloten zu können, wollen die Forscher die geowissenschaftlichen Grundlagen für unterirdische Speicher erforschen. „Dabei konzentrieren wir unsere Untersuchungen auf die Speicherung von natürlichem und künstlichem Erdgas, Wasserstoff und Druckluft in Kavernenspeichern und Porenspeichern sowie die Speicherung von Wärme im oberflächennahen Untergrund“, erklärt Bauer. Mögliche Auswirkungen dieser Optionen sollen außerdem mit der an der Erdoberfläche bestehenden Infrastruktur und den ausgewiesenen Schutz- und Vorranggebieten verknüpft werden.
Für die weitere Aufbereitung vorhandener Daten in Verbindung mit den Informationen über die Nutzung der jeweiligen Oberfläche wollen nun die Expertinnen und Experten im Projekt ANGUS+ sorgen.

Gefördert durch die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

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