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Bis 2050 sollen rund 80 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien kommen. Die „Förderinitiative Energiespeicher“ der Bundesregierung unterstützt dabei technologische Entwicklungen, die die Kosten senken und zur schnellen Markteinführung beitragen.
Die Stadtwerke Mainz erzeugen gemeinsam mit Linde, Siemens und der Hochschule RheinMain im neuen „Energiepark Mainz“ Wasserstoff mithilfe von Windstrom. Die Elektrolyseanlage nimmt überschüssige Windenergie auf und stellt Wasserstoff her.

„Der Wasserstoff lässt sich besser speichern lassen und ist vielseitig einsetzbar, etwa für Wasserstofftankstellen oder als Brennstoff für ein Gaskraftwerk“, sagt Jonas Aichinger, Verbundkoordinator des Energiepark-Projektes. Der Energiepark Mainz wird im Wirtschaftspark in Hechtsheim bei Mainz entstehen. Ende dieses Jahres soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden, im Frühjahr 2015 ist die Inbetriebnahme geplant.
„Die Anlage kann bis zu 6 Megawatt Strom aufnehmen und hat damit eine für Engpässe im Verteilnetz relevante Leistungsklasse. So können ähnliche Anlagen in Zukunft an vielen Standorten sinnvoll eingesetzt werden“, erklärt Aichinger weiter. Damit wäre die Anlage die bisher größte ihrer Art.

Als Treibstoff, zur Wärmeerzeugung oder zur Rückverstromung

Wasserstoff soll in das Erdgasnetz eingespeist werden, wo es für Heizungen oder Gas- und Blockheizkraftwerke zur gekoppelten Strom- oder Wärmeerzeugung zur Verfügung steht. Die Forscher wollen auch untersuchen, ob der produzierte Wasserstoff im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk als Brennstoff zur Rückverstromung genutzt werden kann.

Kernstück der Forschungsanlage ist ein von Siemens entwickeltes Wasserstoff-Elektrolysesystem. Dieses zerlegt Wasser in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff. Im Energiepark werden alle wesentlichen Bausteine der Energiespeicherung mit Wasserstoff erprobt, wie Elektrolyse, Gaseinspeisung, Wasserstoffverdichter, Druckspeicher und Trailerbefüllung. Auf der Webseite gibt es weitere Informationen zum Energiepark Mainz.

Gefördert durch die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

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